Musik liegt in der Luft

Musik und Lieder begleiten unser gesamtes Leben, sowie an diesem Nachmittag im Evang. Alten- Pflegeheim Ludwigshafen. Es haben sich einige Bewohner eingefunden die gerne Volksleder singen. Dazu werden Liederbücher ausgeteilt und die Teilnehmer suchen sich ein Lied aus, das gemeinsam gesungen wird. An diesem Nachmittag gibt es eine Besonderheit; Rhythmusinstrumente.

Schellen, Rasseln, Klanghölzer und auch eine Tamburin werden teils neugierig aber auch skeptisch begutachtet und ausprobiert. Jeder Bewohner darf sich ein Instrument aussuchen oder auch erst einmal wie gewohnt mitsingen. Ein Lied wird vorgegeben, das einfach zu begleiten ist. Die Instrumentenspieler setzen sich nach Instrumenten zusammen und bekommen ihren Einsatz erklärt. Alle konzentrieren sich aufeinander und schnell entsteht ein gutes Gemeinschaftsgefühl. Nachdem die ersten Liedbegleitungen gut geklappt haben, sind alle sehr erfreut und wollen nun etwas schwierigere Einsätze spielen. Die Gesangsstimmen sind der kraftvoll, sodass mancher Bewohner doch noch eine Rassel oder Schelle ausprobieren möchte. Schnell ist die Skepsis bei den Bewohnern verflogen, alle sind fröhlich und sehr motiviert weiteres auszuprobieren. Sehr zu unserer Freude entwickeln die Bewohner ein erhöhtes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl,, sie blühen richtig auf. Auch an Demenz erkrankte Bewohner, welche sich verbal kaum noch äußern können, singen plötzlich klar und freudig einige Strophen oder auch den Refrain eines Liedes mit. Sie erinnern sich an frühere Zeiten und damals erlernte Lieder. Singen ist somit nicht nur ein wenig Lieder trällern.

In Studien wurde nachgewiesen, dass beim Singen vermehrt so genannte „Glückshormone“ wie Serotonin, Noradrenalin und Beta- Endorphine ausgeschüttet werden. Diese bewirken eine verbesserte, positive Stimmung, wie dieser Nachmittag ausdrucksvoll zeigte. Spannung und Aggressivität werden abgebaut. Zurückgezogene, ruhige, teils depressive Bewohner werden wacher und nehmen ihre Umwelt interessierter und motivierter wahr. Manchmal zeigen sie auch ein Lächeln, nehmen Kontakt zu anderen Menschen auf und werden merklich aktiver. Ebenso einen positiven Einfluss hat singen auf die Atmung, diese verbessert sich. Es wird vermehrt in den Bauch geatmet, somit gelangt mehr Sauerstoff ins Blut. Durch die Rhythmusinstrumente werden Takt und Rhythmusgefühl gefördert. Leider geht auch diese Stunde zu Ende, aber alle Bewohner wollen beim nächsten Mal wieder dabei sein und mitmachen

Ihre Irene Peseke
Sozialer Dienst

Quelle Beitragsbild: © Discovod – maracas – Item ID: 1052366  – http://photodune.net/item/maracas/1052366

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